Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds
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Sonderausschreibung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds zur Stärkung des deutsch-tschechischen literarischen Austausches

Die Jahre 2018 und 2019 werden – insbesondere im Zusammenhang mit der Leipziger Buchmesse als Impulsgeber – den Fokus der deutschen Lesergemeinschaft verstärkt auf die tschechische Literatur lenken. Dies ist eine erfreuliche Tendenz und zugleich eine Notwendigkeit, denn der deutsch-tschechische literarische Austausch verläuft, anders als die stark ausgeprägte kulturelle Zusammenarbeit der Bürgerinnen und Bürger beider Länder, ziemlich einseitig und die aktuelle tschechische Literatur kann sich unter der Fülle des Angebots ausländischer Buchtitel auf dem deutschen Markt nur schwer behaupten. Dabei gehört gerade der literarische Austausch zu den wichtigsten Vermittlern von Kultur und Sprache des jeweiligen Landes und seiner Bewohner, zugleich gab es in der Geschichte von Tschechen und Deutschen immer wieder literarische Verbindungspunkte und auch gemeinsame literarische Traditionen, an die es anzuknüpfen gilt. 

Als Beitrag zur Stärkung des deutsch-tschechischen literarischen Austausches schreibt der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds neben seinen traditionellen Projektbereichen eine gesonderte Förderung für Projekte aus, die zur besseren Bekanntmachung und Stärkung der Rolle der tschechischen Literatur und Sprache in Deutschland beitragen werden. Der Zukunftsfonds tut dies auch aus Anlass der Präsentation Tschechiens als Gastland der Leipziger Buchmesse 2019, was er als einen wichtigen Impuls versteht und begrüßt.

Mit dieser Ausschreibung sollen zum einen die deutschen Verleger und Kulturinstitutionen dazu angeregt werden, sich stärker der Herausgabe und Bekanntmachung aktueller tschechischer Literatur zuzuwenden, zum anderen wird eine Stärkung der deutschen Bohemistik und Intensivierung der Kontakte und Beziehungen zwischen den deutschen und tschechischen Autoren, Übersetzern und Wissenschaftlern angestrebt. Die Ausschreibung besteht aus drei Förderprogrammen, deren gemeinsamer Nenner darin besteht, die Bedeutung von Sprache und Literatur für die gegenseitige Verständigung zu akzentuieren.
 

Förderprogramm 1: „Förderung von deutschen Übersetzung tschechischer Literatur“

Förderbereiche: Prosa, Poesie, Kinder- und Jugendliteratur, Literaturwissenschaft und –kritik, Linguistik, Dramatik

Förderungsbedingungen:

Maximale Förderungshöhe: bis zu 70 % der Gesamtprojektkosten

Einreichungsfrist der Anträge: jeweils zum Quartalsende des gesamten Jahres 2018

Durchführung der Projektaktivitäten: Juli 2018 bis Dezember 2019

Die Förderung können Verlage sowie Privatpersonen mit Sitz in Deutschland beantragen

Die Förderung darf für Übersetzungs- und Herstellungskosten verwendet werden

Als Ergebnis muss eine fertige Publikation vorgelegt werden, lediglich bei der Kategorie „Dramatik“ kann es sich um ein Hörspiel, szenische Lesung oder ein Theaterstück handeln

 

Förderprogramm 2: „Förderung der deutschen Bohemistik“

Förderbereiche: deutsch-tschechische Konferenzen, Seminare, Workshops und andere wissenschaftliche Diskussionsformate; kurzzeitige (4-8 Wochen) Stipendien für Studien- und Forschungsaufenthalte von deutschen Bohemisten und Bohemistikstudenten in der Tschechischen Republik, mit besonderer Berücksichtigung der Abschlussarbeiten (Master, Dissertation) und der Vorbereitung von Dissertationsexposés

Förderungsbedingungen:

Maximale Förderungshöhe: bis zu 70 % der Gesamtprojektkosten, bei den Forschungsstipendien bis zu 300 € wöchentlich

Einreichungsfrist der Anträge: jeweils zum Quartalsende im Jahr 2018 sowie zum 31.3. und 30.6.2019

Durchführung der Projektaktivitäten: Juli 2018 bis Dezember 2019

Dem Stipendienantrag ist ein Nachweis über ausgezeichnete Studienleistungen sowie ein Empfehlungsschreiben eines Hochschullehrers beizufügen

 

Förderprogramm 3: „Förderung von Aktivitäten, die die tschechische Literatur in Deutschland bekannter machen“

Förderbereiche: öffentliche Lesungen tschechischer Autoren in Deutschland, kreative Workshops deutscher und tschechischer Autoren und Übersetzer sowie deren Ergebnisse in Form von gemeinsamen deutsch-tschechischen Publikationen; andere innovative Formate und Aktivitäten von Präsentationen, die auf die Erhöhung des Bekanntheitsgrades tschechischer Literatur in Deutschland ausgerichtet sind

Förderungsbedingungen:

Maximale Förderungshöhe: bis zu 70 % der Gesamtprojektkosten

Einreichungsfrist der Anträge: jeweils zum Quartalsende im Jahr 2018 sowie zum 31.3. und 30.6.2019

Durchführung der Projektaktivitäten: Juli 2018 bis Dezember 2019

Die Förderung bezieht sich auf die Genres Prosa, Poesie, Essayistik und Dramatik

Aus der Förderung ausgeschlossen sind Werbemaßnahmen und kommerzielle Aktivitäten der Verleger und Literaturagenturen

 

Grundlegende Förderungsbedingungen für alle Programme:

  • Neben den oben genannten Parametern müssen die Projekte die Grundbedingungen für eine Förderung durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds erfüllen, so z. B. die nichtkommerzielle Ausrichtung, eine realistische Kalkulation sowie – bei den Programmen 2 und 3 mit Ausnahme der Stipendien -  aktive und ausgewogene deutsch-tschechische Projektpartnerschaft. Staatliche, staatlich subventionierte und aus öffentlichen Mitteln finanzierte Institutionen können nur dann gefördert werden, wenn ihre Projekttätigkeit nicht aus eigenen Quellen finanziert werden kann.
  • Bei der Beurteilung sämtlicher Projekte wird auch der vorgelegte Plan zur Information der Öffentlichkeit berücksichtigt. Die Projekte sollten sich durch eine klare und konkrete Strategie zur Kommunikation mit Medien und Öffentlichkeit wie auch durch ein gezieltes Bemühen auszeichnen, auf die Rolle des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds bei der Umsetzung der Projektziele zu verweisen.
  • Die Projektausschreibung ist zeitlich begrenzt und wird als Sonderauswahlverfahren verstanden: Mit den dafür bereitgestellten finanziellen Mitteln werden diejenigen vorgelegten Projekte gefördert, welche die Kriterien der Ausschreibung im höchsten Maß erfüllen werden. Projekte, die bei dieser Ausschreibung nicht gefördert werden, können im Rahmen der sonst üblichen Projektförderung des Zukunftsfonds unterstützt werden.

 

 

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